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Die Gründung

Im Jahr 1985 trafen sich am 31. August 9 Personen in Wevelinghoven um einen neuen Jägerzug zu gründen. Im Rahmen dieser Gründungsversammlung des Zuges “Jung Freischütz” wurden zunächst die wichtigen Posten vergeben, und hierbei wurde Christoph Conrads zum Zugführer, Franz Josef Iven zum Flügelleutnant, Frank Frinken zum Spieß, Ralf Vincentz zum Kassierer und last but not least Marcus Odenthal zum Schriftführer gewählt. Zum Wachlokal des neuen Zuges wurde die Gaststätte “Pitt Jupp” gewählt. Im Rahmen dieser Gründungsversammlung wurden auch weitere wichtige Entscheidungen getroffen. So wurden z.B. die Höhen der Strafen sowie die Höhe des Mitgliedbeitrages festgelegt. Dieser Mitgliedsbeitrag sollte später aufgrund der steigenden Inflationsrate erhöht werden.

Im Rahmen der zweiten Zugversammlung wurde dann im Garten der Familie Odenthal in Wevelinghoven der erste Zugkönig ausgeschossen. Dies geschah auf Karten, wobei sich Marcus Odenthal mit 25 Ringen die Kronprinzenwürde erringen konnte. Den Pokal sicherte sich mit 24 Ringen Frank Frinken.

1986

Die ersten wichtigen Planungen des Frühjahres umfassten die Anschaffung der Königskette und die bevorstehende erste Krönung der Zuggeschichte. Am 5. April konnte dann im Saal unseres Wachlokales „Pitt Jupp“ mit einer großen Gästeschar, die insbesondere aus den Reihen unseres Patenzuges „Freischütz“ gestellt wurden, unsere erste Krönung stattfinden.

Mittlerweile warf auch das erste Schützenfest der Zuggeschichte seine großen Schatten auf das Zugleben. So wurde sich bereits frühzeitig auf der Industriestrasse getroffen, um hier das Marschieren zu üben. So wurde also die Technik des Stechschrittes erlernt und auch verfeinert. Und der Erfolg konnte dann von den Besuchern während der Schützenfesttage bewundert werden. Das erste Schützenfestprogramm des Zuges war stark an dem des Zuges „Freischütz“ gebunden, so dass viele gemeinsame Aktionen der beiden Züge vorgesehen waren. So konnte unser Zug einige Tipps für zukünftige eigene Zugbefehle erhalten.

Am ersten Schützenfest nahmen sechs aktive Schützen in den Reihen unseres Zuges teil, die für einen guten Start in das aktive Schützenleben in doppelter Hinsicht sorgten. Nämlich zum einen bezüglich des Auftretens auf der Strasse, zum anderen für die Zeit danach im Festzelt. Und bereits in diesem Jahr war bereits festzustellen, wie schnell die vier Tage des Schützenfestes vorbei sein können.

Zu Beginn des Septembers stand das Zugschiessen auf dem Programm, bei dem der König erstmalig auf einen Königsvogel ausgeschossen wurde. Diesen Vogel schoss Wolfgang Mertens ab, der sich damit die Nachfolge von S.M. Marcus I. Odenthal sicherte.

1987

Die Krönung fand am 11. April erneut bei „Pitt Jupp“ statt, und hierfür wurde wieder eine größere Gästeschar eingeladen. Daher mussten noch einige Vorbereitungen getroffen werden, damit die Krönung reibungslos über die Bühne gehen konnte. Dies war dann auch der Fall, und Wolfgang I. Mertens und seine Königin Iris Rach erlebten ein Krönung im entsprechenden Rahmen.

Im Mai begann dann der erste Fackelbau der Zuggeschichte. Und bevor es dann zwecks des zweiten Schützenfestes über die Kapellener Strassen ging, fand noch ein Zugausflug an die Mosel statt. Der Zugbefehl für das Schützenfest war dieses mall unabhängiger von dem des Zuges „Freischütz“ gestaltet, zudem war die Anzahl der Aktiven größer als im Vorjahr. Außerdem bahnte sich im Rahmen des Fackelzuges die erste Großfackel des Zuges seinen Weg über die Kapellener Strassen. Über die Platzierung der Fackel ist an dieser Stelle nicht viel zu sagen, da sie ja die erste war und auch keine Angaben über die exakte Platzierung überliefert sind. Diese Platzierung war letztendlich auch egal, da die Stimmung über alle Schützenfesttage stets toll war, und das war die Hauptsache.

Nach diesem Fest trat dann erst einmal wieder Ruhe ein, bis man sich im Garten der Familie Mertens zum neuerlichen Zugschiessen traf. Im Rahmen dieses Schiessens wurde dann nicht auf einen Vogel, sondern dank eines Künstlers, dessen Namen wir an dieser Stelle aus Gründen seiner Sicherheit vor aufgebrachten „Blauröcken“ nicht nennen wollen, auf einen „Pfänder- und Pokalgrenadier“ sowie einen „Königsgrenadier“ geschossen. Hierbei muss man feststellen, dass das Schiessen sehr schnell über die Bühne ging. Hier stellt sich nun die Frage, warum es so schnell ging. Dass es nur am Ziel lag, das die Schützen vor Augen hatten, ist an dieser Stelle nur eine Vermutung. Auf jeden Fall konnte sich Frank Frinken die Kronprinzenwürde sichern.

1988

Im Mittelpunkt des Frühjahres stand die Krönung unser neuen Majestät Frank I. Frinken mit seiner Königin Carmen Fröhlich am 16. April. Zu diesem Anlass konnte Zugführer Christoph Conrads wiederum eine große Gästeschar in den Räumlichkeiten der Gaststätte „Pitt Jupp“ begrüßen. Und nach dem offiziellen Teil überließ er die Gästeschar der Band „Team 2000“ , in der sein Vater sowie Bruder mitwirkten, die dann für den restlichen Abend für eine tolle Stimmung sorgten.

Nach einer viel zu kurzen Nacht begann dann am 1. Mai der Fackelbau bei Sartorius. Nachdem man sich bereits in der Aprilversammlung auf das Thema „Rolf Schnitzler zwischen Blumen und Schützenfest“ geeinigt hatte, so wurde letztendlich das Thema „Automafia Nissan contra VW“ umgesetzt. Hintergrund war der Ausbau der beiden Autohäuser Rosenbaum und Breuer, der zum Spruch „Ob Rosenbaum oder Breuer, keiner ist zu teuer“ Anlass gab.

Mit dieser Fackel konnte das Schützenfest im Rahmen des Fackelzuges in Angriff genommen werden. Und zur Überraschung aller konnte mit dieser Fackel der dritte Platz in der Fackelprämierung errungen werden, was der ohnehin bereits guten Stimmung am letzten Festtag noch einen weiteren Schub gab.

Im Rahmen dieses Schützenfestes wurden wir bereits für den Fackelbau im folgenden Jahr inspiriert, da der neue Pastor Pütz im Rahmen der Parade zum Düsseldorfer Radschläger „mutierte“. Dies führte dann auch dazu, dass unser Zugführer bereits im Spätsommer 88 die Sprüche für den Fackelbau des folgenden Jahres in seinem Buch stehen hatte.

Nach dem Ende des Schützenfests dauerte es dann eine Weile, bis das Schiessen auf dem Programm stand. Diese Schiessen fand erneut im Garten der Familie Mertens statt, wobei allerdings wieder auf „normale“ Vögel geschossen wurde. Diesen Vogel schoss Holger Reisdorf und sicherte sich somit die Kronprinzenwürde.

1989

Am 30. März wurden dann der neue Zugkönig Holger I. Reisdorf und seine Königin Katja Brettschneider im Saal unseres Wachlokales gekrönt. Zu dieser Krönung wurde auch Pastor Pütz eingeladen, der ja Modell für die diesjährige Fackel sein sollte. Wie bereits im Vorjahr wurde nach dem offiziellen Teil die Band „Team 2000“ auf die Gäste der Krönung losgelassen werden, und von nun an stand der Fete nichts mehr im Wege.

Am 1. Mai begann dann der bereits angesprochene Fackelbau, an dessen Ende ein Rad schlagender Pastor Pütz über die Kapellener Strassen bewegt wurde. Kaum war das Schützenfest mit einer nicht allzu guten Fackelplatzierung und einer sehr guten Stimmung vorbei, fand am 24. Juni der Jungschützenausflug des Jägerkorps nach Nettesheim statt. Hier konnte sich neben Essen und Trinken auch sportlich betätigt werden. So fand auf einem Bolzplatz hinter der Grillhütte die Möglichkeit des Fußballspielens sowie auf einer Weide die Möglichkeit der Bullenreitens. Dieses Bullenreiten fand aber nicht auf einem „künstlichen“, sondern einem lebendigen und nicht gerade zierlichen Bullen statt. Und dieser Bulle wusste sich zu wehren, so dass das eine oder andere Zugmitglied nähere Bekanntschaft mit einem Kuhfladen machte.

Im August erfüllte unser Zug dann seine christlichen Pflichten, als er im Rahmen des Pfarrfestes unserer Pfarrgemeinde kellnerte. Einige Zeit später fand dann das Zugschiessen statt, bei dem Marcus Wirich als neuer Kronprinz hervorging.

Ein neues Jahrzehnt (1990)

Kaum hat ein neues Jahrzehnt begonnen, so wurde auch eine komplett neue Krönung geplant, die alle bis dahin durchgeführten Krönungen in den Schatten stellen sollte. So wurde eine Show namens „Nase vorn“, die sich aus den Shows „Dingsda“, „Nur keine Hemmungen“ und einer „Miss Jung Freischütz-Wahl“ zusammensetzte. Die einzelnen Gewinner mussten dann auf ein Pferd setzen, die am Ende der Show den Endsieger „heraus gallopieren“ sollten.

Eine solche Show benötigte natürlich auch viele Vorbereitungen. So traf man sich an einem Samstagnachmittag, um die gesamten Videoaufnahmen zu machen. Als erstes standen die Aufnahmen für „Dingsda“ auf dem Plan, und diese Aufnahmen stellten sich als schwer heraus. Der Grund lag darin, dass man nicht laut lachen durfte, als ein oder auch zwei natürlich als Kindergartenkinder gestylte Teammitglieder vor der Kamera versuchten, den einen oder anderen Begriff auf Kinderart zu erklären. Aber irgendwann waren diese Aufnahmen endlich im Kasten, als es dann zum Sportplatz ging, um hier das Galopprennen aufzunehmen. Hierfür stellten sich vier verrückte Individuen mit als Pferdeköpfe getarnten Schuhkartons an die Torauslinie des Aschenplatzes, um auf das Startsignal hin wie die verrückten loszulaufen. Ein Reiter wurde kurz nach dem Start vom Starter eliminiert, da sein Pferd die falsche Richtung einschlug, und ein weiterer Reiter wurde auf halber Strecke von seinem Pferd abgeworfen. Das Rennen wurde von „Dschango“ Franz-Josef Iven gewonnen, also konnte sich die Person, die auf dieses „Pferd“ gesetzt hatte, über den Tagessieg freuen.

Nach Abschluss dieser Vorbereitungen konnte die Krönung nun endlich stattfinden, und nachdem unsere neue Majestät Marcus II. Wirich und seine Königin Ivanka Paschek gekrönt waren, konnte die Show beginnen. Diese Show kam bei den Gästen gut an, und die a capella Versionen von „Männer“ und „Bütz mich“ von den „Bläck Fööss“, die natürlich von Zugmitgliedern vertreten wurden, steuerten ihren Teil zur guten Stimmung bei. Und so ging die Krönung erst in den frühen Morgenstunden zu Ende.

Der diesjährige Fackelbau fand in diesem Jahr erstmals in der Stappen-Halle auf der Industriestrasse statt, und wir mussten uns das Gestell des Grenadierzuges „Zackije Boschte“ ausleihen. Der Grund dafür war der, dass unsere letztjährige Fackel zu lange auf dem Hof Sartorius stand und daher von ihm verschrottet wurde. Thema des Fackelbaus war der rückläufige Fackelbau in Kapellen, und da wir die Ursachen hierfür nicht ausmachen konnten, wurde auf ein sich auf dem Gestell befindliches kleines Fackelgestell ein großes sich drehendes Fragezeichen montiert. Dass man überhaupt am Fackelzug teilnehmen konnte hing von nur sehr wenigen Zentimetern ab, da das Fragezeichen zu gross geriet. So musste beim Verlassen der Halle aus allen Reifen die Luft gelassen werden. Aber nachdem die Halle verlassen war und sich in den Reifen wieder Luft befand, konnte das erste Schützenfest des neuen Jahrzehnts starten, und es wurde mal wieder ein gutes Schützenfest. Nur über die Fackelplatzierung können (wieder einmal) keine Angaben gemacht werden.

Als nächstes stand dann der diesjährige Jungschützenausflug der Jägerkorps statt, der uns mit den Fahrrädern zum Südpark in Neuss führte, wo dann gegrillt und auch Fußball gespielt oder auch andere Sportarten (z.B. Biergläserstemmen) auf dem Programm standen.

Nächster Zugtermin war das Zugschiessen im Garten der Familie Wirich, wo sich Christoph Conrads die Kronprinzenwürde sicherte.

1991

Da die Krönung des Vorjahres mit dem Showteil ein voller Erfolg war, sollte dies wiederholt werden. Und aus diesem Ablass wurde die Show mit dem Namen „Herzblatt“ in Angriff genommen. Auch hier sollten Videoeinspielungen den Rahmen auflockern. So wurden Paare, die sich offensichtlich bei der letzten Show gefunden haben, getrennt voneinander nach ihren Erlebnissen gefragt und dabei gefilmt. Zudem versuchte ein „Kamerateam WDR“ das Treiben auf der „Neusser Einkaufsmeile“ an einem Samstagmorgen zu dokumentieren und verschiedene Interviews zu führen. Und dabei traf man auf einige interessante Gestalten, die für reichlich Vergnügen unsererseits sorgten. Und von dieser nervenaufreibenden Dokumentation geschwächt, musste sich das Team erst einmal bei McDonalds stärken, was Marcus mit folgendem Spruch kommentierte: „Seit ich bei McDonalds esse, hab’ ich lauter Pickel in der Fresse“. Nie war ein Spruch passender gewesen.

Mit ausreichend Videomaterial versorgt, fand am 20. April die Krönung von Christoph I. Conrads und seiner Königin Susanne Eick (wie war das mit der Kündigung?!?) statt. Nach dem offiziellen teil war im Saal der Gaststätte „Pitt Jupp“ wieder Showtime angesagt. Hier wurde im Rahmen der Show „Herzblatt“ versucht, den richtigen Partner für Singles zu finden. Aufgelockert wurde das Programm durch Showeinlagen wie z.B. von Marianne Rosenberg, wobei das Double Christoph Conrads so viel Elan an den Tag legte, so dass ihm glatt die Perücke fliegen ging.

Kurz nach der Krönung begann wieder der Fackelbau, wobei man sich in der Stappen-Halle dem Thema „Tutti Frutti“, der berühmten Striptease-Show des Senders RTL, annahm. So verbrachte man wieder einige Abende und z.T. sogar auch Nächte, um am Schützenfestsamstag eine Fackel zu präsentieren, die uns zwar einiges an Geld, allerdings keine gute Fackelplatzierung brachte. Aber was soll man sagen: Abermals tat dies der über die Schützenfesttage guten Stimmung keinen Abbruch.

Im Juli fand dann der Zugausflug nach Bollendorf statt, bevor das das Zugschiessen mit Martin Röhricht den neuen Kronprinzen hervorbrachte.

Ein neuer Name (1992)

Zu Beginn des neuen Jahres stand die Namensänderung im Mittelpunkt. So wurde in der Februarversammlung mehrheitlich beschlossenen Zug umzubenennen. So standen die Namen „Auf der Pirsch“ und „Lostige Boschte“ zur Abstimmung, in der sich mit 10:0 Stimmen für den Namen „Auf der Pirsch“ entschieden wurde. Der Name „Junges Blut“ kam im Übrigen nicht zur Abstimmung, obwohl sich Ralph Bresser händeringend für diesen Namen einsetzte. Doch auch er konnte nichts daran ändern, dass der Zug „Jung Freischütz“ mit sofortiger Wirkung in „Auf der Pirsch“ unbenannt wurde. Diese Entscheidung wurde nach einigen Diskussionen mit dem Patenzug „Freischütz“ eben von diesem Zug akzeptiert und somit BSV- Jägerkorpsvorstand schriftlich gemeldet. Und trotz der Namensänderung konnte das Gründungsjahr 1985 für den Zug bestehen bleiben.

Nachdem diese Formalitäten nun erledigt waren, konnte die erste Krönung unter dem neuen Zugnamen durchgeführt werden. Diese Ehre wurde SM. Martin I. Röhricht zuteil, und diese Krönung fand erstmalig im Kellerraum unseres Wachlokals statt, da aufgrund der Namensänderung eine geringere Gästeschar zu erwarten war. So fand die Krönung in Form einer Fete mit Freunden und Gönnern statt, und trotzdem werde die ganze Sache zu einer lustigen Angelegenheit. Aus diesem Grund wurde diese Krönungsform auch für das kommende Jahr vorgesehen.

Als großes Problem stellte sich dann kurze Zeit später der Fackelbau heraus. Nachdem man das Gestell, das man ja bereits schon in den Jahren zuvor für den Fackelbau verwendet hatte, dem Zug „Zackije Boschte“ abgekauft hatte, wurde dieses Gestell in Gruissem zusammengebaut und nach Tüschenbroich geschoben, wo in diesem Jahr die Fackel gebaut werden sollte. Als wir allerdings mit dem Gestell in Tüschenbroich ankamen, mussten wir feststellen, dass der Fackelbauplatz viel zu klein war. Das Gestell passte zwar in die Halle, aber man hätte sich dann aber nicht mehr bewegen können. So wurde das Gestell unverrichteter Dinge zum Lagerplatz Eick auf der Kurze Strasse weiter geschoben, dort auseinander gebaut und in dem Schuppen gelagert.

Damit man dennoch etwas zu bauen hatte, entschloss man sich, bei Marcus Wirich in Wevelinghoven ein neues Transparent für den Fackelzug zu bauen. Dieses konnte dann, nachdem man noch schnell ein Schützenfußballturnier in Lüttenglehn gewinnen konnte, beim Fackelzug des Schützenfestes der breiten Kapellener Bevölkerung präsentiert werden. Dieses Schützenfest verlief dann wieder einmal in erfreulichen, sprich lustigen Bahnen und wurde in dem zuginternen Rückblick wie schon so oft zuvor als gelungen eingestuft.

Nach dem Schützenfest brachen dann wieder ruhige Tage und Wochen an, so dass man das Zugschiessen am Schiesstand im Keller unseres Wachlokales schon als Highlight bezeichnen kann., bei dem dann Daniel Odenthal als neuer Kronprinz hervorging.

1993

Zu Beginn des neuen Jahres sorgte unser Kronprinz für ein Problem, da er an dem vorgesehenen Krönungstermin einen Auftritt angenommen hatte. Allerdings war dieses Problem schnell gelöst und ein neuer Termin eine Woche später gefunden. Diese Krönung fand dann am 15. Mai erneut im Keller der Gaststätte „Pitt Jupp“ wie im Vorjahr in Form einer Fete statt. Für gute Stimmung sorgten auch Christoph Conrads als „Howie“ mit „Hello again“ und nochmals Christoph, diesmal aber mit Ralph Bresser im Duo als „Die Phantastischen Zwei“ mit dem Song „Die da ?“.

Zum Zeitpunkt der Krönung hatte der Fackelbau bereits begonnen, und mit dem Fackelbauplatz bei Sartorius bezog unser Zug wieder seinen „alten“ Fackelbauplatz. Als Thema wurden die neuen Postleitzahlen genommen und mit „Dumbo“, dem fliegenden Elefanten als Postboten, umgesetzt. Am Schützenfestsamstag konnte man den Fackelbauplatz nur mit Glück verlassen, da die Ohren des Elefanten etwas zu breit gerieten und gerade durch das Tor vom Hof passten. Zudem passten sie auch genau durch die Torbogen der Königsresidenz auf der Friedrichstrasse. Wie nennt man so etwas dann??? Maßarbeit !!! Und mit dieser Fackel konnte in der Gesamtwertung der 5. Platz eingenommen werden.

Doch bevor das Schützenfest begann, wurde im Rahmen des König- und Oberstehrenabend unser Zugführer Christoph Conrads vom damaligen Oberst Karl-Josef Pesch zum Hauptmann befördert.

Das in der darauf folgenden Woche stattfindende Schützenfest wurde im Rückblick aller Zugmitglieder im Rahmen des Rückblickes als das beste in der bisherigen Zugsgeschichte bezeichnet. Es begann zunächst mit der erstmalig stattfinden Zeltdisco am Freitagabend, die für einige Zugmitglieder erst am frühen Morgen endete. Die Nachwirkungen waren einigen noch beim Maiensetzen anzumerken.

Eine wichtige Rolle für das tolle Schützenfest war auch das über alle Schützenfesttage sonnige Wetter. Unvergessen bleibt auch die „Football-Night“ im Festzelt in der Nacht von Sonntag auf Montag, wobei die Jagd nach dem „Ei““ über sämtliche Tische und Stühle ging. Am darauf folgenden Tag wurde dann einigen klar , dass sie eine neue Schützenhose brauchen, da einige Hosen doch unter dem harten Match gelitten haben. Aber zumindest musste keiner ins Krankenhaus, doch einige blaue Flecken und Hautabschürfungen waren doch zu beklagen.

Die besagte Nacht von Sonntag auf Montag fand dann seinen Ausklang bei einer Fete von Karl-Hein- Wolf, deren Abschluss eine Parade auf der Friedrichstrasse in den frühen Morgenstunden bildete.

Kurze Zeit nach Ende des Schützenfestes nahmen wir als Titelverteidiger bei dem Turnier in Lüttenglehn teil, wo wir den zweiten Platz belegen konnten. Bei dem Schützenturnier in Kapellen konnten wir uns im Finale nach Neunmeterschiessen gegen den Stürzelberger Grenadierzug „Nie ze Hem“ und nach dem zweiten Platz im Vorjahr dieses Turnier erstmalig gewinnen.

Im September konnte sich dann Stephan Plöger beim Zugschiessen im Garten der Familie Reisdorf die Kronprinzenwürde und wieder einmal Christian Creutz den Pokal sichern.

Im Herbst fuhren wir dann erstmalig in das Dorf Münsterland, wobei wir in der Nähe zelten wollten. Aber wer hätte gedacht, dass das Finden eines Zeltplatzes so schwierig sein kann. Nachdem aber dann eine Notlösung gefunden war, konnte die Post ja so richtig abgehen. Einige von uns gingen dann auch baden, sprich, waren gut abgefüllt. Aber spätestens bei Erreichen unseres Nachtquartiers ging dann auch der Rest baden, denn es ging ein richtiger Platzregen hernieder, so dass einige eine Nacht im Auto einer Nacht im Zelt vorzogen.

1994

Da der amtierende Zugkönig zum Krönungstermin verhindert war, wurde an seiner Stelle einfach eine Puppe in Jägeruniform gesetzt, so dass zumindest jemand entkrönt werden konnte. So stand der Krönung SM Stephan I. nichts mehr im Wege. Es fand wieder eine Show mit Namen „Traumabend“ statt, in deren Verlauf Partnerspiele durchgeführt wurden. Zudem fanden Showeinlagen mit Frank Hrynczak, Christoph Conrads, Ralph Bresser uns Stephan Plöger als „Die erste allgemeine Verunsicherung“ und nochmals Stephan Plöger mit Marcus Gartner als Roy Black und Anita mit „Schön ist es auf der Welt zu sein“.

Am 1. Mai wurde dann wieder das Gestell heruntergeholt. Dies geschah aber nur schleppend, da die Gefahr bestand, dass das Bier bei 25°C Außentemperatur zu schnell warm geworden wäre. Und dies galt es zunächst zu verhindern. So zogen es die anwesenden Kameraden vor, sich die Sonne auf den Pelz brennen und sich das Bier schmecken zu lassen. Nachdem man dann zu fortgeschrittener Stunde das Gestell aufforderte, sich doch selber zusammenzubauen, dieses sich aber strikt weigerte, war man also doch zur Arbeit gezwungen. Nun ging der Fackelbau unwiderruflich los, und das Thema lautete mit Blick auf das Superwahljahr 1994 mit den Bundestagswahlen „Wa(h)lfang“.

Vom 3. – 7. Juni fand dann endlich das Schützenfest statt, das von uns am Freitagabend wieder mit dem Fackelrichtfest eingeläutet wurde. Vom anschließenden Discobesuch über den samstäglichen Fackelzug (bei dem wir sehr, sehr nass wurden, und der deshalb verkürzt wurde) bis hin zum Fischessen war es wieder einmal ein tolles Fest.

Die Fackelprämierung ist im übrigen nicht erwähnenswert, da wir Vorletzter wurden. Umso erwähnenswerter war es, dass der Vater unseres Zugmitgliedes Holger Reisdorf den Königsvogel von der Stange holte und somit zum BSV-Kronprinzen avancierte. Daher wurde der Dienstag natürlich mit dem Kronprinzenpaar Gerlinde und Hans Reisdorf beschlossen.

Am 19. Juli gewannen wir zum zweiten Mal in Folge das Kapellener Schützenturnier. Aus lauter Freude darüber wurde der Pokal immer wieder aufs Neue gefüllt, und man kann sich denken, was die Folgen davon waren.

Beim Zugschiessen holte sich dann der auf Krücken erschienene Marc Schreiber nach 187 Schuss die Kronprinzenwürde. Nachdem bei den anderen Anwärtern die Enttäuschung abgeklungen war, wurde der neue Kronprinz begossen, bis alle Fässer leer waren.

Im Oktober gingen dann 5 Zugmitglieder auf große Fahrt in das Dorf Münsterland. Aber im Gegensatz zum Vorjahr ließ man sich diesmal in einem Hotel nieder. Und es wurde zu einem gelungenen Wochenende, bei dem man stets die Disco verließ, als das Licht anging. Diese Wochenende fand dann auch bei einem Frühschoppen in der „Dampflok“ sein Ende. Und obwohl man nur einen Absacker trinken wollte, wurde es doch noch ein langer Tag, in dessen Verlauf dann der „Schumi-Club“ gegründet wurde, der sich regelmäßig in der „Dampflok“ auf ein Bierchen traf.

Zehn Jahre „Auf der Pirsch“ (1995)

Die Krönung von Marc I. Schreiber fand dann wie im Vorjahr im Saal unseres Wachlokales statt. Und zu dieser Krönung wurden aufgrund des 10-jährigen Jubiläums alle ehemaligen Zugkönige und die Eltern aller Aktiven eingeladen, so dass die Krönung in einem großen Rahmen stattfand.

Kurze Zeit später ging es dann mal wieder an die Vorbereitung des herannahenden Schützenfestes, sprich, der Fackelbau begann. Nachdem man sich auf Bestreben des Schumi-Clubs auf die Darstellung des aktuellen Formel 1-Boliden des Weltmeisters Michael Schumacher geeinigt hatte, ging es an die Planung und Umsetzung. Als dann in der Mai-Versammlung die letzten Fragen geklärt worden sind (u.a. wurden die nicht anwesenden Lutz Türks und Daniel Odental (!!!) zu Blumenhornträgern „ernannt“), ging es dann endlich los. Mit der besten Fackel, die bis dahin von unserem Zug gebaut wurde (das war die Meinung von allen, die die Fackel gesehen hatten), startete man in das diesjährige Schützenfest. Bei optimalem Wetter erlebte man den Sonntag und Montag in bewährter Stimmung. Nur das Blumenhorn stellte ein Problem dar, da es keiner tragen wollte.

Den am Dienstag erlittenen „Schock“ über den 7. Platz unseres originalgetreuen Benetton-Renaults, bei dem wie im Vorjahr unser Nichtmitglied Manfred Barwinski bei der Entwicklung des Chassis und der Vernichtung sämtlicher Biervorräte mithalf, konnten wir schnell überwinden. Der Grund lag unter anderem auch darin, dass der soeben Manfred Barwinski am letzten Schützenfestabend vom Nichtmitglied zum Mitglied mutierte. Und somit war das Blumenhornträgerproblem gelöst, denn mit Manni hatten wir ja jetzt einen.

Unmittelbar nach dem Schützenfest nahmen wir als Titelverteidiger an der 6. und leider auch letzten Auflage des Kapellener Schützenturniers teil und konnten nach einem hart umkämpften 2:1 gegen den Grenadierzug „Flotte Fegerim Endspiel zum dritten mal in Folge gewinnen.

Im August marschierte unser Zug dann erstmalig als Gastzug des Jägerzuges „Diana“, die im folgenden Jahr unsere Gäste in Kapellen sein sollten, in Langwaden mit.

Kurze Zeit später wurde dann erstmalig eine Canadiertour auf der Erft durchgeführt, wobei bereits kurz nach unserem Start in Bedburg sämtliche Getränkevorräte aufgebraucht waren. Aus diesem Grund wurde am Schlosstadion in Grevenbroich ein Zwischenstopp eingelegt, um sich auf dem Gelände der Landesgartenschau am Bierpavillon zu stärken. Als man dann nach langen 18 km das Bootshaus des PC Grevenbroich erreicht hatte, konnte man den Tag mit den Zugfrauen bei Essen und Trinken ausklingen lassen, wobei einige die Möglichkeit eines kühlenden Bades in der Erft nutzten.

Das Zugschiessen fand dann wieder bei Lutz Türks statt, wobei sich der Königsvogel als sehr, sehr hartnäckig erwies und niemand in den Lage war, das letzte Stück abzuschießen. Daher wurde der König ausnahmsweise auf Karten ausgeschossen, und diesen immensen Vorteil wusste Christian Creutz zu nutzen und sich die Kronprinzenwürde zu sichern.

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Jägerzug “Auf der Pirsch 1985”